Enttäuschendes Google-Ranking?

Ihre Website wird bei Google kaum gefunden, obwohl Ihre Produkte oder Leistungen für die jeweilige Suchanfrage relevant wären? Dann gelangen potenzielle Kundinnen und Kunden wahrscheinlich zuerst zu Ihren Mitbewerbern. Gerade Nutzer, die bereits konkret nach einer Lösung suchen, gehören jedoch zu den wertvollsten Besuchern einer Website.

Suchmaschinenoptimierung soll Google dabei helfen, Inhalte zu finden, zu verstehen und passenden Suchanfragen zuzuordnen. Sie besteht nicht aus einzelnen Tricks und garantiert auch keine bestimmte Position. Technische Zugänglichkeit, hilfreiche Inhalte und eine nachvollziehbare Seitenstruktur schaffen aber die notwendige Grundlage für nachhaltige Sichtbarkeit. Änderungen zeigen ihre Wirkung außerdem nicht immer sofort. Je nach Maßnahme kann es einige Wochen oder auch mehrere Monate dauern, bis sich eine Entwicklung zuverlässig beurteilen lässt.

Bevor Sie deshalb einzelne Keywords häufiger in Ihre Texte einbauen oder die gesamte Website neu gestalten, sollten Sie prüfen, ob einer der folgenden typischen SEO-Fehler vorliegt.

Diese SEO-Fehler sollten Sie vermeiden 

Ein enttäuschendes Ranking hat selten nur eine einzige Ursache. Häufig treffen mehrere kleinere Probleme aufeinander: unklare Inhalte, nicht indexierbare Seiten, langsame Ladezeiten oder fehlende interne Verlinkungen. Die folgenden zehn Punkte helfen Ihnen dabei, die wichtigsten Schwachstellen systematisch zu erkennen.

SEO-Fehler #1  – Keine oder unpassende Keywords

Eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung beginnt mit der Frage, wonach Ihre Zielgruppe tatsächlich sucht. Unternehmen verwenden intern oft andere Begriffe als ihre potenziellen Kunden. Wer ausschließlich Fachsprache, Produktnamen oder selbst erfundene Bezeichnungen verwendet, kann an der tatsächlichen Nachfrage vorbeischreiben.

Mindestens ebenso wichtig ist die Suchintention. Hinter einer Suchanfrage kann ein Informationsbedarf, ein Vergleich oder eine konkrete Kaufabsicht stehen. Eine allgemeine Ratgeberseite wird bei einer klaren Produktsuche häufig nicht die passende Antwort liefern. Umgekehrt wirkt eine aggressive Verkaufsseite unpassend, wenn Nutzer zunächst eine sachliche Erklärung benötigen.

Was sollten Sie tun?

Ordnen Sie jeder wichtigen Seite ein klares Hauptthema und eine konkrete Suchintention zu. Prüfen Sie mit der Google Search Console, über welche Suchanfragen Ihre Website bereits Impressionen erhält, und ergänzen Sie diese Daten durch eine strukturierte Keywordrecherche. Neben Tools wie dem Google Keyword Planner oder SE Ranking liefern auch Kundenfragen, Verkaufsunterlagen und Beratungsgespräche wertvolle Hinweise.

Vermeiden Sie es, mehrere Seiten auf dasselbe Thema auszurichten. Wenn verschiedene Unterseiten um ähnliche Suchanfragen konkurrieren, sollten Inhalte zusammengeführt oder deutlicher voneinander abgegrenzt werden.

SEO-Fehler #2 – Fehlende oder nicht optimierte <title>-Tags

Der Seitentitel zählt weiterhin zu den wichtigsten Elementen einer Seite. Er hilft Suchmaschinen bei der inhaltlichen Einordnung und erscheint häufig als anklickbare Überschrift in den Suchergebnissen. Fehlt ein aussagekräftiger Titel oder wird derselbe Titel mehrfach verwendet, ist die Zuordnung unnötig schwierig.

Ein guter Seitentitel beschreibt den tatsächlichen Seiteninhalt und berücksichtigt den zentralen Suchbegriff, ohne künstlich zu wirken. Reine Keyword-Aufzählungen, übertriebene Versprechen und vollständig in Großbuchstaben geschriebene Titel wirken weder vertrauenswürdig noch besonders hilfreich.

Was sollten Sie tun?

Vergeben Sie für jede relevante Seite einen individuellen Titel. Das wichtigste Thema sollte möglichst früh erkennbar sein, ergänzt durch einen konkreten Nutzen oder eine sinnvolle Einordnung. Der Unternehmensname kann am Ende angeführt werden, sofern genügend Platz vorhanden ist.

Kontrollieren Sie außerdem, ob der sichtbare Seiteninhalt zum Titel passt. Ein vielversprechender Titel kann zwar einen Klick auslösen, führt aber zu Enttäuschung, wenn die angekündigte Information auf der Seite fehlt.

Typische SEO Fehler: Title-Tag

SEO Fehler #3 – Zu wenig unique Content

Einzigartige Inhalte bedeuten nicht, dass auf jeder Seite möglichst viel Text stehen muss. Entscheidend ist, ob die Seite eine konkrete Frage besser beantwortet oder ein Angebot verständlicher erklärt als vergleichbare Inhalte.

Besonders problematisch sind automatisch erzeugte Texte, austauschbare Leistungsbeschreibungen und unveränderte Herstellerangaben. Solche Inhalte bieten kaum eigene Perspektive und helfen Nutzern selten bei einer Entscheidung. Auch KI-generierte Texte sind nicht automatisch wertvoll, nur weil sie sprachlich korrekt und ausführlich formuliert wurden.

Was sollten Sie tun?

Erklären Sie Leistungen und Produkte anhand konkreter Anforderungen, Unterschiede und Einsatzbereiche. Zeigen Sie nachvollziehbar, für wen ein Angebot geeignet ist, welche Probleme damit gelöst werden und wo Grenzen bestehen.

Eigene Erfahrungen, Praxisbeispiele und klare Empfehlungen schaffen einen Mehrwert, den allgemeine Standardtexte nicht bieten. Verwenden Sie Bilder, Videos oder Grafiken dort, wo sie das Verständnis verbessern, und stellen Sie die wesentlichen Informationen zusätzlich als zugänglichen Text bereit.

SEO-Fehler #4 – Keine sinnvolle URL-Struktur

Eine verständliche URL erleichtert Nutzern und Suchmaschinen die Orientierung. Sie sollte kurz, dauerhaft und inhaltlich nachvollziehbar sein. Unnötige Zahlenfolgen, Sitzungskennungen und schwer verständliche Parameter machen eine Adresse dagegen unnötig kompliziert.

Eine sinnvolle URL könnte beispielsweise so aussehen:
www.beispiel.at/seo/seo-beratung/
 

Weniger hilfreich wäre eine Adresse wie:
www.beispiel.at/index.php

Dynamische Parameter sind nicht grundsätzlich schädlich. Bei umfangreichen Webshops und Filterfunktionen können sie jedoch sehr viele ähnliche URLs erzeugen und dadurch Crawling sowie Indexierung erschweren.

Was sollten Sie tun?

Legen Sie die URL-Struktur möglichst vor dem Launch fest. Verwenden Sie kurze, verständliche Begriffe und trennen Sie Wörter mit Bindestrichen. Ändern Sie bestehende URLs nur aus einem guten Grund, denn jede Änderung benötigt eine dauerhafte 301-Weiterleitung auf die neue Adresse.

Prüfen Sie außerdem, ob eine Seite über mehrere Varianten erreichbar ist. Für ähnliche oder doppelte URLs sollten klare Weiterleitungen oder passende Canonical-Tags eingerichtet werden.

SEO-Fehler #5 – Lange Ladezeiten

Eine langsame Website erschwert die Nutzung, vor allem auf Mobilgeräten. Große Bilder, unnötige JavaScript-Dateien, externe Dienste, ungeeignete Themes oder ein zu schwaches Hosting gehören zu den häufigsten Ursachen.

Geschwindigkeit ist dabei nicht nur eine technische Kennzahl. Wenn Formulare verzögert reagieren, Inhalte während des Ladens ihre Position verändern oder zentrale Elemente erst spät erscheinen, kann dies direkt zu weniger Anfragen und Bestellungen führen. Sie können die derzeitige Ladezeit Ihrer Website hier testen.

Was sollten Sie tun?

Untersuchen Sie unterschiedliche Seitentypen mit PageSpeed Insights und kontrollieren Sie die Core Web Vitals in der Google Search Console. Optimieren Sie Bilder, entfernen Sie tatsächlich ungenutzte Erweiterungen und laden Sie Skripte nur dort, wo sie benötigt werden.

Streben Sie nicht blind eine Bewertung von 100 Punkten an. Wichtiger sind stabile Ladezeiten und eine zuverlässige Bedienung unter realistischen Bedingungen. Besonders die mobile Nutzung sollte regelmäßig auf echten Geräten getestet werden.

SEO-Fehler #6- Crawlability eingeschränkt

Eine Seite kann nur in den Suchergebnissen erscheinen, wenn Google sie erreichen, verarbeiten und indexieren darf. Fehlerhafte Einstellungen in der robots.txt, ein unbeabsichtigtes noindex oder falsch gesetzte Canonical-Tags können wichtige Inhalte vollständig aus den Suchergebnissen ausschließen.

Auch interne Links spielen dabei eine Rolle. Wenn eine Seite weder über die Navigation noch über andere Inhalte verlinkt ist, wird sie möglicherweise nur schwer gefunden. Google beschreibt Crawling und Indexierung als zentrale technische Voraussetzungen für die Aufnahme von Inhalten in die Suche.

Was sollten Sie tun?

Kontrollieren Sie wichtige URLs mit der URL-Prüfung in der Google Search Console. Prüfen Sie dabei den HTTP-Status, die Indexierbarkeit, den Canonical-Tag und mögliche Sperren über die robots.txt.

Eine XML-Sitemap unterstützt Suchmaschinen beim Auffinden relevanter Seiten, ersetzt aber keine interne Verlinkung. In der Sitemap sollten nur erreichbare und indexierbare URLs enthalten sein, die tatsächlich in den Suchergebnissen erscheinen sollen.

SEO-Fehler #7 – Fehlende Alt-Tags und Dateinamen von Bildern

Bilder können Inhalte erklären, Produkte präsentieren und die visuelle Suche unterstützen. Alternativtexte haben jedoch in erster Linie eine Funktion für die Barrierefreiheit: Sie vermitteln Menschen, die einen Screenreader verwenden, die wesentliche Information oder Funktion eines Bildes.

Nicht jedes Bild benötigt eine ausführliche Beschreibung. Rein dekorative Bilder sollten mit einem leeren Alt-Attribut gekennzeichnet werden. Bei informativen Bildern sollte der Alternativtext dagegen kurz und passend zum jeweiligen Kontext formuliert sein.

Was sollten Sie tun?

Vergeben Sie verständliche Dateinamen und beschreiben Sie den relevanten Bildinhalt sachlich. Verzichten Sie auf Keyword-Aufzählungen und Formulierungen wie „Bild von“. Bei verlinkten Bildern sollte der Alternativtext eher das Ziel oder die Funktion als das sichtbare Motiv beschreiben.

Achten Sie außerdem auf geeignete Bildgrößen, moderne Dateiformate und feste Abmessungen, damit Bilder schnell laden und keine unerwarteten Layoutverschiebungen verursachen.

Webdesign Agentur in Wien für CMS Webdesign

Alt-Tag: CMS Webdesign in Wien

Dateiname:  webdesign-agentur-wien.jpg

 

SEO Fehler # 8 – Duplicate Content

Doppelte oder sehr ähnliche Inhalte entstehen häufig ohne bewusste Absicht. Typische Ursachen sind übernommene Herstellertexte, Druckversionen, URL-Parameter, unterschiedliche Domainvarianten oder mehrfach verwendete Leistungsbeschreibungen.

Google erkennt ähnliche Inhalte in vielen Fällen selbst und wählt eine bevorzugte URL aus. Problematisch wird es, wenn dadurch eine andere Version als die gewünschte Seite indexiert wird oder mehrere eigene Seiten um dieselben Suchanfragen konkurrieren.

Was sollten Sie tun?

Erstellen Sie für wichtige Seiten eigenständige Inhalte und vermeiden Sie unveränderte Textübernahmen. Technische Duplikate lassen sich je nach Ursache durch 301-Weiterleitungen, Canonical-Tags oder eine angepasste URL-Steuerung zusammenführen.

Prüfen Sie außerdem, ob Ihre Website einheitlich über HTTPS und nur über eine bevorzugte Domainvariante erreichbar ist. Alle internen Links und die XML-Sitemap sollten auf dieselben kanonischen URLs verweisen.

SEO-Fehler #9 – Übermäßiger Gebrauch von Flash

Flash spielt auf modernen Websites keine praktische Rolle mehr und wird von aktuellen Browsern nicht mehr unterstützt. Der ursprüngliche SEO-Fehler besteht heute daher weniger im Einsatz von Flash als in der Verwendung technisch unnötig komplexer und ausschließlich per JavaScript bereitgestellter Inhalte.

Suchmaschinen können JavaScript zwar verarbeiten, allerdings ist eine einfache und zugängliche HTML-Grundstruktur weiterhin zuverlässiger. Besonders Navigation, Überschriften, Leistungsbeschreibungen und interne Links sollten nicht von schwer nachvollziehbaren Skriptfunktionen abhängig sein.

Was sollten Sie tun?

Verwenden Sie moderne Webstandards und stellen Sie zentrale Inhalte als zugängliches HTML bereit. Interne Links sollten als reguläre HTML-Links mit einem gültigen href-Attribut umgesetzt werden, damit Google sie zuverlässig crawlen kann.

Animationen und interaktive Funktionen sind möglich, sollten aber einen konkreten Nutzen erfüllen und die Bedienbarkeit, Ladezeit oder Barrierefreiheit nicht beeinträchtigen.

SEO Fehler #10 – Keine sinnvolle interne Verlinkungsstruktur

Interne Links zeigen Besuchern und Suchmaschinen, welche Inhalte zusammengehören und welche Seiten innerhalb einer Website besonders wichtig sind. Fehlen solche Verbindungen, bleiben selbst hochwertige Inhalte möglicherweise schwer auffindbar.

Eine sinnvolle Struktur führt von allgemeinen Themen zu detaillierten Unterseiten. Ein Überblick zu Suchmaschinenoptimierung kann beispielsweise auf Leistungen, Praxisbeispiele und vertiefende Fachartikel verweisen. Umgekehrt sollten Blogbeiträge passende Wege zurück zu relevanten Leistungsseiten bieten.

Google nutzt Links sowohl zur Entdeckung neuer Seiten als auch als Signal für deren Relevanz. Aussagekräftige Linktexte helfen dabei, das Ziel eines Links besser zu verstehen.

Was sollten Sie tun?

Verlinken Sie wichtige Seiten aus thematisch passenden Inhalten und verwenden Sie verständliche Linktexte. Allgemeine Formulierungen wie „mehr erfahren“ sind weniger aussagekräftig als ein konkreter Hinweis auf das verlinkte Thema.

Vermeiden Sie jedoch übermäßige oder künstliche Verlinkungen. Ein Link sollte Besuchern immer dabei helfen, eine passende nächste Information zu finden. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob Links noch funktionieren und ob neue Beiträge in die bestehende Struktur eingebunden wurden.

Ein enttäuschendes Google-Ranking lässt sich selten mit einer einzelnen Maßnahme beheben. Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung verbindet hilfreiche Inhalte, technische Zugänglichkeit, eine schnelle und verständliche Website sowie eine klare interne Struktur.

Bevor größere Änderungen umgesetzt werden, sollte deshalb geprüft werden, welche Probleme tatsächlich bestehen und welche Seiten für das Unternehmen den größten Wert haben. Nicht jede Warnung aus einem SEO-Tool ist automatisch dringend, und nicht jede Optimierung führt unmittelbar zu besseren Positionen.

Sie möchten wissen, warum Ihre Website nicht die gewünschte Sichtbarkeit erreicht? Mit dem kostenlosen SEO-Mini-Audit von IXSOL erhalten Sie eine erste fachliche Einschätzung zu möglichen technischen und inhaltlichen Schwachstellen.

Für eine umfassende SEO-Analyse, die Überarbeitung bestehender Inhalte oder die laufende Optimierung Ihrer Website stehen Ihnen unsere SEO-Expertinnen und Experten gerne zur Verfügung.

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