Landingpages – Konversionen durch effektive Zielseiten steigern

Landingpages sind speziell auf ein konkretes Kampagnenziel ausgerichtete Zielseiten. Besucher gelangen meist über eine Google-Anzeige, einen Social-Media-Beitrag, einen Newsletter oder eine andere Marketingmaßnahme auf die Seite und sollen dort eine klar definierte Handlung ausführen.

Diese Handlung kann beispielsweise eine Anfrage, ein Kauf, eine Terminbuchung, eine Anmeldung oder der Download eines Dokuments sein. Im Unterschied zu einer klassischen Unternehmenswebsite soll eine Landingpage nicht das gesamte Leistungsangebot präsentieren. Sie konzentriert sich auf ein bestimmtes Problem, ein passendes Angebot und den nächsten sinnvollen Schritt.

Grundsätzlich kann jede Unterseite als Landingpage dienen. Erfolgreich wird sie jedoch erst, wenn Anzeige, Suchintention, Inhalt, Gestaltung und Handlungsaufforderung aufeinander abgestimmt sind. Auch Ladezeit, mobile Bedienbarkeit, Barrierefreiheit und eine datenschutzkonforme Erfolgsmessung gehören 2026 zu den wesentlichen Grundlagen.

1. Optimierter Anzeigentext

Die Landingpage beginnt nicht erst nach dem Klick. Bereits die Anzeige legt fest, welche Erwartungen Besucher an die Zielseite haben. Verspricht eine Google-Anzeige beispielsweise einen kostenlosen SEO-Mini-Audit, muss genau dieses Angebot auf der verlinkten Seite sofort erkennbar sein.

Ein häufiger Fehler besteht darin, unterschiedliche Anzeigen auf dieselbe allgemeine Startseite zu leiten. Dort müssen Besucher das angekündigte Angebot erst suchen und werden gleichzeitig mit zahlreichen weiteren Leistungen und Navigationsmöglichkeiten konfrontiert. Dadurch geht der klare Zusammenhang zwischen Suchanfrage, Anzeige und Zielseite verloren.

Für unterschiedliche Kampagnen oder Zielgruppen können daher eigene Landingpages sinnvoll sein. Eine Anzeige für Magento-Wartung sollte nicht auf dieselbe generische Seite führen wie eine Kampagne für einen Magento Health Check. Beide Angebote sprechen zwar ähnliche Unternehmen an, beantworten aber unterschiedliche Bedürfnisse.

Google Ad Mockup

Der Anzeigentext sollte klar vermitteln:

  • welches konkrete Angebot beworben wird
  • für wen das Angebot gedacht ist
  • welchen Nutzen es bietet
  • welche Bedingungen oder Kosten gelten
  • welcher nächste Schritt erwartet wird

Vermeiden Sie übertriebene Aussagen, künstliche Verknappung und Versprechen, die auf der Landingpage nicht nachvollziehbar eingelöst werden. Kurzfristig kann Clickbait mehr Klicks erzeugen, gleichzeitig steigt aber das Risiko, dass unpassende Besucher die Seite sofort wieder verlassen.

Bei Google Ads ist die Erfahrung mit der Zielseite ein Bestandteil des Qualitätsfaktors. Dabei spielen unter anderem die Übereinstimmung zwischen Anzeige und Zielseite, die mobile Nutzbarkeit sowie die technische Performance eine Rolle. Eine relevante Landingpage kann somit nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer Conversion verbessern, sondern auch die Qualität der Kampagne unterstützen.

 

2. Überzeugende Inhalte

Besucher sollten innerhalb weniger Sekunden verstehen, worum es auf der Landingpage geht und warum das Angebot für sie relevant sein könnte. Dafür benötigt die Seite eine klare Hauptüberschrift, die das zentrale Problem oder den konkreten Nutzen benennt.

Allgemeine Aussagen wie „Willkommen bei Ihrem zuverlässigen Partner“ verschwenden den wichtigsten Platz der Seite. Eine Überschrift wie „Technische Schwachstellen in Ihrem Magento-Shop frühzeitig erkennen“ erklärt deutlich schneller, was angeboten wird.

Eine ergänzende Subheadline kann das Angebot präzisieren und wichtige Rahmenbedingungen nennen. Sie sollte die Hauptüberschrift erweitern, aber nicht lediglich mit anderen Worten wiederholen.

Spotify Landing Page Screenshot

Im weiteren Verlauf muss die Seite jene Fragen beantworten, die für eine Entscheidung tatsächlich relevant sind:

  • Was wird angeboten?
  • Für wen ist das Angebot geeignet?
  • Welches Problem wird damit gelöst?
  • Was ist konkret enthalten?
  • Wie läuft der nächste Schritt ab?
  • Wie viel kostet das Angebot?
  • Welche Verpflichtung entsteht durch eine Anfrage?
  • Wer steht hinter dem Angebot?

Die Inhalte sollten nicht unnötig lang sein, aber ausreichend Substanz bieten. Gerade bei erklärungsbedürftigen B2B-Leistungen reicht eine große Überschrift mit einem Kontaktformular selten aus. Entscheider benötigen nachvollziehbare Informationen, bevor sie ihre Kontaktdaten übermitteln oder einen Beratungstermin vereinbaren.

Microsoft Outlook Landing Page Screenshot

Softwarehersteller Microsoft verzichtet auf die Produktdetails und lässt stattdessen ein Modell mit zufriedenem Blick für Ihre Qualität sprechen.

Bilder und Videos können die Wirkung der Seite unterstützen, wenn sie einen inhaltlichen Zweck erfüllen. Produktabbildungen, Einblicke in einen Prozess, Screenshots oder reale Projektsituationen sind häufig überzeugender als austauschbare Stockbilder.

Große Videos und hochauflösende Bilder dürfen jedoch die Ladezeit nicht unnötig verschlechtern. Für Mobilgeräte sollten passende Dateigrößen und Formate bereitgestellt werden. Videos benötigen außerdem Untertitel und dürfen nicht ungefragt mit Ton starten.

Gute Inhalte verbinden Klarheit mit Glaubwürdigkeit. Statt pauschal von „höchster Qualität“ oder „maßgeschneiderten Lösungen“ zu sprechen, sollte die Landingpage konkret erklären, was das Unternehmen anders macht und welches Ergebnis realistisch erwartet werden kann.

3. CTAs: Unwiderstehliche Klickreize

Der Call-to-Action, kurz CTA, zeigt Besuchern, welche Handlung als Nächstes sinnvoll ist. Das kann ein Button, ein Formular oder eine andere klar erkennbare Interaktion sein.

Eine Landingpage sollte ein primäres Conversion-Ziel verfolgen. Mehrere CTA-Buttons sind möglich, wenn sie dieselbe Handlung auslösen und an unterschiedlichen Stellen der Seite platziert werden. Problematisch wird es, wenn gleichzeitig ein Beratungsgespräch, ein Newsletter, drei Downloads und mehrere Leistungsseiten gleichwertig beworben werden.

Mailchimp Landing Page Screenshot

Newsletterprovider Mailchimp bietet zwar die Option mehr zum Produkt zu erfahren – Der Button zur Abonnementauswahl sticht jedoch deutlicher hervor.

Die Beschriftung des CTA sollte konkret sein. Allgemeine Formulierungen wie „Absenden“ oder „Mehr erfahren“ sagen wenig darüber aus, was nach dem Klick passiert. 

Verständlicher sind Formulierungen wie:

  • „SEO-Mini-Audit anfordern“
  • „Beratungstermin vereinbaren“
  • „Magento Health Check anfragen“
  • „Leistungsübersicht herunterladen“

Der CTA muss sich visuell vom restlichen Inhalt abheben, ohne aggressiv zu wirken. Entscheidend sind ausreichende Kontraste, eine gut lesbare Beschriftung und genügend Platz rund um das Element.

Auch Barrierefreiheit ist hier wichtig. Ein Button muss per Tastatur erreichbar sein, einen sichtbaren Fokus besitzen und für Screenreader eindeutig bezeichnet sein. Nach WCAG 2.2 sollten eigenständige Bedienelemente grundsätzlich mindestens 24 × 24 CSS-Pixel groß sein oder ausreichend Abstand zu benachbarten Elementen aufweisen. Größere Klickflächen sind gerade auf Touchscreens meist benutzerfreundlicher.

Bei Formularen gilt: Fragen Sie nur jene Daten ab, die für den nächsten Schritt tatsächlich erforderlich sind. Jedes zusätzliche Pflichtfeld erhöht den Aufwand und kann die Zahl abgeschlossener Anfragen reduzieren. Gleichzeitig müssen die Daten ausreichen, damit die Anfrage sinnvoll bearbeitet werden kann.

Nach dem Absenden sollte eine klare Bestätigung erscheinen. Informieren Sie den Nutzer darüber, ob die Anfrage erfolgreich übermittelt wurde, wann mit einer Antwort zu rechnen ist und ob noch weitere Schritte erforderlich sind.

4. Designentscheidungen für Konversionen treffen

Das Design einer Landingpage soll die Entscheidung unterstützen und nicht von ihr ablenken. Eine reduzierte Gestaltung ist deshalb oft sinnvoll, bedeutet aber nicht, dass jede Landingpage nahezu leer sein muss.

Die visuelle Hierarchie sollte klar erkennbar sein. Überschrift, Nutzen, Angebot, Vertrauenssignale und CTA müssen in einer nachvollziehbaren Reihenfolge erscheinen. Wichtige Informationen dürfen nicht in langen Textblöcken oder hinter aufwendigen Animationen verborgen werden.

ProTools Landing Page Screenshot

Audiosoftwarehersteller AVID kennt seine Zielgruppe bestens: Auf dieser Landing Page verwendete Farbkombinationen erinnern ans Interface der beworbenen Anwendung.

Ob die klassische Hauptnavigation entfernt oder reduziert wird, hängt von Angebot und Zielgruppe ab. Bei einer einfachen Aktionsseite kann eine umfangreiche Navigation unnötige Ablenkungen erzeugen. Bei teuren oder erklärungsbedürftigen Leistungen möchten Besucher dagegen möglicherweise Informationen über das Unternehmen, Referenzen oder Kontaktmöglichkeiten prüfen. Eine vollständig isolierte Landingpage kann dann sogar Vertrauen kosten.

Auch pauschale Annahmen über die Wirkung bestimmter Farben oder Zielgruppen sind wenig hilfreich. Aussagen wie „Blau schafft grundsätzlich Vertrauen“ oder „Pink spricht junge Frauen an“ sind zu vereinfacht und führen schnell zu stereotypen Entscheidungen. Farben sollten zur Marke, zum Angebot, zur visuellen Hierarchie und zu den Anforderungen an ausreichende Kontraste passen.

Knallige Pink-Töne finden häufig bei jungen Frauen anklang. Diese Käufergruppe wird bei mymuesli’s Kampagne zu Neujahrsvorsätzen besonders fokussiert.

Da ein großer Teil der Zugriffe über Smartphones erfolgt, muss die Landingpage von Beginn an für kleine Bildschirme geplant werden. Inhalte dürfen nicht lediglich aus einer Desktop-Ansicht verkleinert werden. CTA, Formulare und zentrale Informationen müssen auch mobil gut erreichbar und bedienbar bleiben.

Achten Sie besonders auf:

  • kurze Ladezeiten
  • sichtbare und ausreichend große Bedienelemente
  • verständliche Formulare
  • keine überdeckenden Pop-ups
  • stabile Layouts ohne unerwartete Verschiebungen
  • gut lesbare Texte und ausreichende Kontraste
  • vollständige Tastaturbedienbarkeit

Eine Landingpage sollte nicht nach persönlichen Vorlieben bewertet werden. Entscheidend ist, ob sie von der vorgesehenen Zielgruppe verstanden und genutzt wird.

Dafür eignen sich kontrollierte A/B-Tests. Dabei werden zwei Varianten einer einzelnen wesentlichen Komponente miteinander verglichen, beispielsweise unterschiedliche Überschriften, CTA-Texte oder Formularlängen. Zu viele gleichzeitige Änderungen erschweren dagegen die Zuordnung des Ergebnisses.

Die Bewertung sollte nicht allein auf der Conversion Rate basieren. Bei B2B-Kampagnen ist auch die Qualität der Anfragen relevant. Eine vereinfachte Seite kann mehr Formulareinträge erzeugen, gleichzeitig aber deutlich mehr unpassende Leads bringen.

5. Vertrauen Sie uns!

Eine Landingpage verlangt häufig eine konkrete Entscheidung: Besucher sollen Kontaktdaten übermitteln, einen Termin buchen oder unmittelbar etwas kaufen. Dafür muss erkennbar sein, wer hinter dem Angebot steht und was nach der Conversion passiert.

Vertrauen entsteht durch überprüfbare Informationen. Dazu gehören Unternehmensname, Kontaktmöglichkeiten, Impressum, Datenschutzinformationen und eine verständliche Beschreibung des Ablaufs. Bei kostenpflichtigen Angeboten müssen Preis und wesentliche Bedingungen transparent dargestellt werden.

Magento Commerce Landing Page Screenshot

E-Commerce Plattform Magento bietet über ein Telefon-Icon die Möglichkeit telefonischen Kontakt aufzunehmen, einen Rückruf anzufordern oder als bestehender Kunde direkt ein Support Ticket zu öffnen.

Kundenstimmen, Referenzen, Zertifizierungen und Gütesiegel können Vertrauen unterstützen, sofern sie echt, aktuell und für das Angebot relevant sind. Allgemeine Aussagen wie „Über 500 zufriedene Kunden“ wirken wenig überzeugend, wenn weder Quelle noch Kontext erkennbar sind.

Chatbots und Live-Chats können Fragen beantworten, sind aber nicht automatisch ein Vertrauenssignal. Ein dauerhaft eingeblendetes Chatfenster kann auf kleinen Bildschirmen wichtige Inhalte verdecken und die Ladezeit verschlechtern. Außerdem müssen Datenschutz, Barrierefreiheit, Erreichbarkeit und tatsächliche Reaktionszeiten berücksichtigt werden.

Auch Formulare müssen transparent gestaltet sein. Besucher sollten wissen, wofür ihre Daten verwendet werden und ob sie neben der angefragten Leistung zusätzlich Marketingkommunikation erhalten. Eine Kontaktanfrage darf nicht automatisch mit einer Newsletter-Anmeldung verbunden werden.

Für die Erfolgsmessung können Ereignisse wie Formularabsendungen, Terminbuchungen oder Käufe erfasst werden. In Österreich und im übrigen Europäischen Wirtschaftsraum müssen dabei Datenschutz und Einwilligungsmanagement berücksichtigt werden. Wer Google Analytics oder Google Ads verwendet, muss erforderliche Einwilligungen einholen und die entsprechenden Consent-Signale korrekt an Google übermitteln. Der Google Consent Mode ersetzt die Einwilligung nicht, sondern verarbeitet die im Consent-Banner getroffene Entscheidung technisch weiter.

Unser Fazit: Eine erfolgreiche Landingpage verbindet ein konkretes Angebot mit einer eindeutigen Botschaft, nachvollziehbaren Inhalten und einem klaren nächsten Schritt. Sie hält nicht möglichst viele Informationen bereit, sondern genau jene, die für die Entscheidung der jeweiligen Zielgruppe notwendig sind.

Eine gute Landingpage muss außerdem technisch schnell, mobil bedienbar, barrierearm und datenschutzkonform umgesetzt sein. Ob sie tatsächlich funktioniert, zeigt sich nicht allein an Klicks oder Formularabsendungen, sondern an qualifizierten Anfragen, abgeschlossenen Käufen und dem wirtschaftlichen Ergebnis der Kampagne.

Landingpages verbessern nicht automatisch die organischen Google-Rankings. Für zeitlich begrenzte Werbekampagnen müssen sie nicht zwingend für die organische Suche optimiert sein. Soll eine Zielseite langfristig auch SEO-Traffic erzeugen, benötigt sie eigenständige Inhalte, eine sinnvolle interne Verlinkung und eine klare Einordnung in die übrige Website.

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